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Der DNA-Help Augenfarbenrechner ist auf eine Theorie
gegründet, die auf 1800 zurückgeht. Nur sehr selten wird er
verwendet, um eine Vaterschaft vorauszusagen.
Der Rechner kann Folgendes feststellen:
1.
Die möglichen Augenfarben
des Kinds, wenn die Augenfarben der Mutter und des Vaters bekannt
sind, oder
2.
Die möglichen Augenfarben
des Vaters, wenn die Augenfarben der Mutter und des Kinds bekannt
sind.
Die Vererbung der Augenfarbe ist polygenisch.,
möglicherweise von 6 oder mehr Genen bestimmt. Es gibt 6
verschiedene beschriebene Augenfarben.
Eine dunkle Irisfärbung ist in jedes der 6 Gene dominant.
Je mehr dominante Allele auftreten, desto dunkler sind die Augen.
Die verschiedenen Augenfarben und die Anzahl von dominanten Allelen
sind unten aufgeführt.
DNA Help Eye Colour Inheritance Chart:
| Hellblau |
0
dominante Allele |
| Blau |
1
dominante Allel |
| Blau-grün |
2
dominante Allele |
| Haselnussbraun |
3
dominante Allele |
| Hellbraun |
4
dominante Allele |
| Braun |
5
dominante Allele |
| Dunkelbraun/Schwarz |
6
dominante Allele |
Dieser Theorie zufolge:
1
können 2 ‚hellblauäugige’
Elternteile kein ‚blauäugiges’ Kind bekommen.
2
können 2 ‚blauäugige’
Elternteile ein Kind mit blau-grünen (oder noch helleren) aber nicht
haselnussbraunen (oder noch dunkleren) Augen bekommen.
3
können 2 Elternteile mit
blau-grünen Augen ein Kind mit ‚hellbraunen’ (oder helleren) aber
nicht braunen (oder dunkleren) Augen bekommen.
4
können 1 ‚hellbraunäugiger
Elternteil und 1 ‚blau-grünäugiger Elternteil ein Kind mit
irgendeiner Augenfarbe bekommen.
5
können 2 Elternteile mit
dunkelbraune oder schwarze Augen ein Kind mit irgendeiner Augenfarbe
bekommen (es ist aber unwahrscheinlich, dass sie ein Kind mit einer
hellen Augenfarbe wie hellblau oder blau bekommen werden).
Schließlich, ohne dass man vorschnelle Schlüsse zieht,
ist die Augenfarbe nach der Geburt viel heller, und die ‚echte’
Farbe wird erst nach 1 oder 2 Jahren nach der Geburt gesehen.
Unerwartete Variationen sind auch möglich.
Interessanterweise wurde diese Theorie Ende des 19.
Jahrhunderts vorgebracht. Das zeigt doch, 1) dass das
Vererbungsmuster schon damals ziemlich gut verstanden wurde und, 2)
dass Augenfarbe (sogar wenn wir das menschliche Genom verstehen)
auch noch heute wegen ihrer polygenischer Vererbung schwer
vorauszusagen ist.
Zum Schluss ist die Augenfarbe weder zuverlässig noch
sicher wenn man eine Vaterschaft feststellen will.
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